Kerpen / Bergheim - Er hat die Stadtratsfraktion verlassen, er ist aus der Partei ausgetreten. Nur in der Kreistagsfraktion, deren Mitglied er seit 2004 ist, würde David Held gerne weiter mitmachen. „Ich habe ein gutes Verhältnis zur SPD-Kreistagsfraktion“, sagt der 24-Jährige. Fraktionschef Hardy Fuß bestätigt das ohne Einschränkung: „Er ist ein vernünftiger, fleißiger Kollege.“ Ob Held aber in der Fraktion bleiben und dort auch zukünftig mitarbeiten kann, ist derzeit offen.

Erst am Donnerstag waren David Held und Silvia Franck nach einer Dauerfehde mit dem Kerpener Ortsverein Türnich / Brüggen / Balkhausen aus der Partei und auch aus der Ratsfraktion ausgetreten. Bei dem Streit ging es unter anderem um angeblich falsche Kassenprüfung. Kreisparteichef Guido van den Berg und Fraktionschef Hardy Fuß dankte er ausdrücklich für die bisherige Zusammenarbeit. Von den Kerpener Genossen zeigte er sich hingegen tief enttäuscht.

Van den Berg bestätigte am Freitag formal den Parteiaustritt. Darin liege aber auch das grundsätzliche Problem, das er jetzt sehe. „Mitglieder der Fraktion sollten nämlich Mitglied der Partei sein“, so van den Berg. Deswegen sei eine Mitarbeit des jungen Kerpeners aber noch nicht ausgeschlossen. Die Fraktion werde nun über das weitere Vorgehen beraten. Auf die Meinung der Mitglieder aus Kerpen lege er in diesem Zusammenhang besonderen Wert, sagte van den Berg.

Egal wie die Entscheidung ausfällt: Held kann sich derzeit nicht vorstellen, einer anderen Partei beizutreten. Im Kreistag will aber auf jeden Fall bleiben. Schließlich hätten ihn die Bürger gewählt und die wolle er nicht enttäuschen.

Quelle: KSTA, Norbert Kurth, 13.01.2007